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Gleichstellung im SVWL

„Vielfalt und Gleichheit fördern“

Gleichstellung als Erfolgsfaktor einer modernen Arbeitswelt

Gleichstellung und Vielfalt sind zentrale Grundwerte einer modernen und zukunftsorientierten Arbeitswelt. In Zeiten gesellschaftlichen Wandels und eines zunehmenden Fachkräftemangels ist es für Unternehmen wichtiger denn je, Chancengleichheit zu fördern und strukturelle Benachteiligungen abzubauen. Es geht dabei nicht nur um die rechtliche Verpflichtung, sondern vor allem um die bewusste Gestaltung einer Arbeitskultur, die auf Fairness, Respekt und Wertschätzung basiert.

Ziel ist ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem sich alle Mitarbeitenden unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Alter und Orientierung entfalten können. Studien zeigen, dass vielfältige Teams innovativer, kreativer und leistungsfähiger sind. Gezielte Personalentwicklung, transparente Karrierewege und ausgewogene Repräsentation in allen Hierarchieebenen fördern die Motivation und Zufriedenheit der Beschäftigten und wirken sich positiv auf die Arbeitgeberattraktivität aus.

Mit seinem Gleichstellungsplan verpflichtet sich der Sparkassenverband Westfalen-Lippe, bestehende Strukturen kritisch zu hinterfragen, gezielte Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ergreifen und kontinuierlich an einer inklusiven Unternehmenskultur zu arbeiten. Denn Gleichstellung ist kein einmaliges Ziel, sondern ein fortlaufender Prozess – und ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Zukunft unseres Unternehmens.
 

Gleichstellung in Zahlen

Ausgewählte Merkmale der Beschäftigtenstruktur im Sparkassenverband Westfalen-Lippe

Unsere Beschreibung der Beschäftigtenstruktur im SVWL legt den Fokus auf Gleichstellung und analysiert die Verteilung der Mitarbeitenden nach Geschlecht bezogen auf unterschiedliche Bereiche wie z.B. Alter, Arbeitszeitanteil und Vergütung, um Ungleichheiten aufzudecken und den Abbau von strukturellen Hürden zu fördern.

Ziel ist es, allen Beschäftigten gleiche Chancen auf Zugang zu Arbeitsplätzen, Weiterbildung und Führungspositionen zu ermöglichen, auch durch die Förderung einer familienfreundlichen Arbeitsumgebung und den Schutz vor Diskriminierung. 

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die in den Abschnitten genannten Zahlen auf den Stichtag 31. Dezember 2025 und auf die aktiven Beschäftigten ohne Auszubildende

Maßnahmen des SVWL zur Förderung der Gleichstellung

„Gleichberechtigt in die Zukunft“

Um „gleichberechtigt in die Zukunft“ zu starten, fokussieren wir unsere Gleichstellungsarbeit auf die Bereiche Personalmanagement und Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Vom Recruiting bis zur Personalentwicklung: Überall gibt es Möglichkeiten Chancengleichheit zu stärken. Wir möchten allen unseren Mitarbeitenden ermöglichen durch verschiedene Maßnahmen Familien- und Berufsleben in Einklang zur bringen.

 

Personalmanagement / -Rekrutierung

„Chancengleichheit stärken“

Frauen nehmen Stellenausschreibungen teilweise anders wahr als Männer und fühlen sich durch bestimmte Formulierungen gehemmt, sich zu bewerben.

So kann z. B. die Anzahl der geforderten Eigenschaften in einer Stellenausschreibung dazu führen, dass sich Frauen nicht bewerben, da sie einzelne Anforderungen nicht erfüllen - ganz anders als die männlichen Bewerber, die sich davon nicht „abschrecken“ lassen. Oder die Beschreibung der Vorteile des Unternehmens auf der Website oder in der Stellenanzeige greift wichtige Aspekte für Frauen, wie z. B. flexible Arbeitszeiten, nicht auf. 

Unser Ziel ist es, unseren Bewerbungsprozess so zu optimieren, dass sich auch die weiblichen Fachkräfte angesprochen fühlen und sich bewerben (Wortwahl in der Stellenausschreibung, Klarheit des Anforderungsprofils, Flexibilität in der Stellenausgestaltung, Sicherheit und Zukunftsperspektive, ggf. Bilder).

Personalmanagement / Personalentwicklung

„Chancengleichheit stärken“

Gezielte Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sind ein zentraler Baustein, um die Chancengleichheit von Frauen in allen beruflichen Bereichen zu stärken.

Hier unterstützt der SVWL u.a. bei berufsbegleitenden Studiengängen oder auch bei Fortbildungs-/ und Weiterbildungsmaßnahmen.

Allen Mitarbeitenden des SVWL wird die Gelegenheit zur beruflichen und persönlichen Aus- und Weiterbildung gegeben. Dabei wird die Weiterbildung individuell auf die Bedürfnisse der/des einzelnen Beschäftigten abgestimmt.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

„Fairness gestalten“

Die Vertrauensarbeitszeit und das mobile Arbeiten sind wichtige und viel genutzte Instrumente zur Flexibilisierung der Arbeitszeit. Sie ermöglicht Beschäftigten ihre Arbeitszeit variabel zu gestalten und mit den familiären Belangen in Einklang zu bringen, soweit es die betrieblichen Notwendigkeiten zulassen.

Die Angebote „Mobiles Arbeiten“ und „Homeoffice“ erleichtern insbesondere Frauen und Männern, die nach Gründung einer Familie weiter berufstätig bleiben möchten, den Wiedereinstieg in den Beruf.

Unter Berücksichtigung der Anforderungen der jeweiligen Fachabteilungen wird vielfach den Wünschen der Beschäftigten bei Reduzierung und  Verteilung der Arbeitszeit, z. B. lediglich an Vormittagen oder bestimmten Wochentagen, entsprochen. 

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

„Fairness gestalten“

Es hat sich bewährt, auch während der Elternzeit den Kontakt zu den Beschäftigten zu halten. Dies erleichtert vielfach den Wiedereinstieg. Den Beschäftigten in der Elternzeit wird zudem die Teilnahme an Fortbildungsangeboten ermöglicht.

Das Referat Personal stellt bei Bedarf, abgestimmt auf die Anforderungen der Fachabteilung sowie der Beschäftigten, eine Auswahl von Veranstaltungen und Seminaren für die Begleitung und den Wiedereinstieg nach der Elternzeit zusammen. Die Mitarbeitenden haben damit die Möglichkeit, sich schnell wieder in das Arbeitsleben zu integrieren und sich auf ihre beruflichen Aufgaben einzustellen.

Ein weiteres Ziel der Gleichstellungsarbeit ist es, Frauen und Männern mit Familie oder pflegebedürftigen Angehörigen die Möglichkeit zu geben, Erwerbstätigkeit und Fürsorge in Einklang zu bringen und sich darüber hinaus aktiv weiterzubilden.

Hier arbeiten wir eng mit unserem Kooperationspartner pme Familienservice GmbH zusammen.

Unser Ziel ist es, das Angebot von pme Familienservice GmbH auf die sich verändernde Beschäftigtenstruktur (demographischer Wandel) auszurichten, um jederzeit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen.

Fazit und Ausblick der Gleichstellungsbeauftragten des SVWL

„Gleichstellung voranbringen“

Die bereits umgesetzten Maßnahmen haben einen wichtigen Grundstein gelegt – sie zeigen, dass gezielte Aktionen wirksam sind. Um die Gleichstellung vollständig zu erreichen, müssen die genannten Schritte fortgeführt und ausgebaut werden. Wir haben bereits wichtige Meilensteine erreicht – insbesondere im Bereich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die konsequente Weiterentwicklung der bestehenden Maßnahmen ist entscheidend, um die Gleichstellung langfristig und nachhaltig zu verankern. Gemeinsam können wir unsere Ziele erreichen und ein Arbeitsumfeld schaffen, in dem alle Mitarbeitenden die gleichen Chancen haben.

Da die Fluktuation im SVWL gering ist, wird der Schwerpunkt unserer Gleichstellungsarbeit weiterhin auf der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der Sichtbarkeit sowie der Aufklärung zum Thema Gleichstellung liegen.

In den letzten Jahren konnten einige Fortschritte erzielt werden. U.a.:

Was?Was konkret?Ergebnis
Vereinbarkeit von Familie und BerufMobiles Arbeiten

85 % der Beschäftigten, deren Aufgabenbereich es ermöglicht, nehmen mobiles Arbeiten in Anspruch

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Einführung eines umfassenden Familienservices, der mit vielen Angeboten unterstützt

Hohe Inanspruchnahme
Mehr Männer in Teilzeit

Der Anteil an Männern die Care-arbeit leisten, ist gestiegen.

Männer in Teilzeit +4%

Gleichstellungsbeauftragte

Bei Fragen und Anregungen haben Sie die Möglichkeit, sich persönlich oder schriftlich an die Gleichstellungsbeauftragte Frau Sandra Harder oder ihre Stellvertreterin Frau Claudia Raben zu wenden.